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Bedeutung der Evaluierung

Ein klar definiertes Einordnungssystem fördert die Reflexion der eigenen künstlerischen Entwicklung und erleichtert die Kommunikation nach außen. Legen Kunstschaffende zu Lebzeiten eine Einteilung ihres Œuvres fest, erleichtert dies Nachlasshalter:innen die Einordnung, Bearbeitung und Verwaltung der Werke im Sinne der ursprünglichen Intentionen. Die Auswahlkriterien sollten regelmäßig überprüft und das Werk- oder Nachlassprofil kontinuierlich hinterfragt werden, etwa im Rahmen von Ausstellungen, Publikationen oder wissenschaftlicher Arbeiten.

Bei Nachlässen ohne Einordnungen kann es schwierig sein, den Willen der Künstler:innen nachzuvollziehen und die Werke sinnvoll zu klassifizieren. Da wichtige Kenntnisse und Expertise oft im Kreis von Künstlerkolleg:innen oder anderen mit dem Werk vertrauten Personen, etwa ehemaligen Galerist:innen, liegen, kann es hilfreich sein, den Bestand gemeinsam zu sichten und somit Unterstützung bei der Einteilung zu erhalten. Ergänzend ist es ratsam, Expert:innen wie Kunsthistoriker:innen hinzuzuziehen, um fundierte Entscheidungen zur Einordnung und Präsentation des Werks zu treffen.

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Expert:innen

Der Hauptverband der allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Österreichs bietet eine Anlaufstelle bei der Suche nach Kunstgutachter:innen. Für eine fachliche Vernetzung mit Kunsthistoriker:innen kann der Verband österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker kontaktiert werden.

Das Forum Vor/Nachlass steht Ihnen gerne bei der Vermittlung von Expert:innen zur Verfügung.