Bedeutung der Evaluierung
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Ein klares Einordnungssystem stärkt die Reflexion des eigenen Schaffens und erleichtert die präzise Kommunikation sowie Nachlasspflege.
Die Evaluierung eines künstlerischen Werks ist ein entscheidender Schritt, um die eigene künstlerische Entwicklung zu reflektieren und zu dokumentieren. Dieser Prozess ist nicht nur für die Künstler:innen selbst wichtig, sondern auch für spätere Generationen, welche mit dem Werk in Berührung kommen, sei es durch Ausstellungen, wissenschaftliches Arbeiten oder die Verwaltung eines Nachlasses.
Die Evaluierung unterscheidet sich danach, ob sie zu Lebzeiten des:der Künstler:in oder posthum erfolgt. Kunstschaffende, die zu Lebzeiten eine klare Einteilung ihres Œuvres festlegen, erleichtern es den Nachlasshalter:innen Werke einzuordnen, zu bearbeiten und gegebenenfalls in Anlehnung an die ursprünglichen Intentionen zu verwalten.
SIK-ISEA Zürich (Hg.): Vom Umgang mit Künstlernachlässen – Ein Ratgeber / Successions d’artistes – Guide pratique, SIK-ISEA 2023
Franz-Josef Sladeczek, Sandra Sykora: After Collecting. Leitfaden für den Kunstnachlass, rüffer & rub 2013
Loretta Würtenberger: Der Künstlernachlass. Handbuch für Künstler, ihre Erben und Nachlassverwalter, Hatje Cantz 2016
Uwe Degreif: Interview mit Dr. Uwe Degreif, Museumsdirektor, Biberach. In: Franz-Josef Sladeczek, Sandra Sykora (Hg.): After Collecting. Leitfaden für den Kunstnachlass (S. 151-160). rüffer & rub 2013